Peking ist die kulturelle und politische Hauptstadt Chinas. Unendliche viele Paläste, Tempel und Pavillons zeugen von seiner Tausende Jahre alten Geschichte und Kultur, unzählige Museen bringen jeden Besucher zum Staunen und das Programm darstellender Künste kennt auch keine Grenzen.
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Der Himmelstempel ist das Wahrzeichen Pekings und liegt im Süden der Stadt inmitten eines großen Parks. Die Anlage besteht aus der Halle des Himmelsgewölbes, die von der Echo Mauer umgeben wird. Sie bildet mit der größerne Halle der Ernteopfer auf einer dreistufigen Marmorterasse eine Nord-Süd-Achse. Die vollständig aus Holz erbauten Tempelhallen werden durch die 360 Meter lange Danbi-Brücke verbunden. Die Tempelachse ist fast 1.200 Meter lang und wird von alten, ehrwürdig aussehenden Bäumen begrenzt. In der Mitte der Achse befindet sich d er mittlere Stein des Himmelaltars, der auch das geographische Zentrum der chinesischen Welt ist und damit die legendäre fünfte Himmelsrichtung.
Der Tiananmen-Platz wird auch Platz des Himmlischen Friedens genannt und ist mit 39,6 Hektar Fläche der größte befestigte Platz der Welt. An ihm befindet sich mit dem Tor des Himmlischen Friedens der Eingang zur Verbotenen Stadt. Von dort aus proklamierte Mao Zedong am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China.
Außerdem liegt hier die Große Halle des Volkes, die über 300 Sälen und Versammlungsräumen verfügt. Der größte von diesen fasst über 10.000 Menschen und die der Kommunistischen Partei und der Regierung Chinas als Versammlungsort. Staatsempfänge und nationale Feierlichkeiten werden hier ebenfalls abgehalten.
Das neue Nationaltheater Peking liegt auch am Tiananmen-Platz. Wie eine Luftblase schwebt das riesige Gebäude auf einem künstlichen See. Auf fast 150.000 m² findet sich eine regelrechte Theaterstadt mit drei großen Sälen, die jeder über 1.000 Menschen aufnehmen können, der Opernsaal sogar mehr als 2.400. Das futuristische Bauwerk ist vollständig von einer monströsen Kuppel aus Stahl und Glas bedeckt, die bis zur Oberfläche des Sees reicht.
Der Bau der Verbotenen Stadt wurde 1406 durch den Kaiser Yongle begonnen. Zwischenzeitlich nahmen über eine Million Sklaven und mehr als 100.000 Kunsthandwerker an den Arbeiten teil, die schon 1420 abgeschlossen. Durch spätere Kaiser wurden noch diverse Erweiterungen vorgenommen, aber die Grundstruktur von 1420 ist bis heute erhalten geblieben. Der letzte chinesische Kaiser wurde 1913 abgesetzt und musste die Palaststadt 1924 verlassen. Auf einer Grundfläche von 720.000 m² und einer bebaute Fläche von 150.000 m² finden sich fast 900 Palastbauten innerhalb einer 3428 Meter langen Mauer. In allen vier Himmelsrichtungen befinden sich ein Eingangstor und ein Turm; an den Ecken des quadratischen Komplexes wurden ebenfalls vier Türme erbaut.
Der wichtigste der Paläste ist die Halle der höchsten Harmonie (Tai He Dian). Sie wurde 1420 erbaut und misst 35 Meter in der Höhe auf einer Fläche von 2.400 m². Mitten in dem Raum steht der Drachenthron, der Thron des Kaisers, der von zwei den Frieden symbolisierenden Elefanten bewacht wird. Die Halle war über Jahrhunderte hinweg der Ort, wo die chinesischen Kaiser symbolisch den Thron bestiegen und wo eigentliche alle bedeutenden Zeremonien wie der kaiserliche Geburtstag, die Nominierung der Generäle im Falle des Krieges und die Neujahrsfeier abgehalten wurden.
Im Innern der Verbotenen Stadt befindet sich ein Innenhof mit drei Palästen, in dem die Kaiserfamilie mit ihrem aus hunderten Hofdamen und Eunuchen bestehendem Hofstaat residierte. Nördlich dieser Paläste befindet sich der Garten des Kaisers. Dort findet man mit etwas Glück die äußerst seltene gefüllte blaue Pfingstrose.
Der Alte Sommerpalast der chinesischen Kaiser ist heute ein riesiger Park, in dem man nur noch die Ruinen der Gebäude finden kann. Auf über 250 Hektar Fläche ist der Park heute eine Erholungsstätte für die Bevölkerung Pekings und die Touristen. Der Garten wird durchzogen von zahlreichen Seen und kleinen Flüssen und ist in drei Bereiche aufgeteilt. Die noch erhaltenen Ruinen stammen von europäisch anmutenden Gebäuden, die Kaiser Qianlong im 18. Jahrhundert unter der Beratung zweier Jesuitenpater errichten ließ. Die Ruinen des Alten Sommerpalasts befinden sich in der Nähe der Peking-Universität.
Der Neue Sommerpalast liegt nur wenige hundert Meter westlich des Alten Sommerpalasts und ist im Vergleich wesentlich besser erhalten. Hier findet man noch zahlreiche Paläste, die im Laufe der Jahrhunderte zwar oft zerstört, aber genauso oft wieder aufgebaut wurden. Der Palast war der bevorzugte Aufenthaltsort der chinesischen kaiser während der heißen Sommermonate. In der der Halle des Wohlwollens und der Langlebigkeit empfing Kaiser Guangxu ausländische Diplomaten, wobei er von der Kaiserinwitwe Cixi beobachtet wurde. Der Garten der Tugend und Harmonie diente seinem 21 Meter hohen Theater und der Halle der Erheiterung zur Unterhaltung der Kaiser. Auch in der Halle, wo man den Pirolen lauscht, diente zu Unterhaltungszwecken. Hier wurden prunkvolle Opern aufgeführt. Weitere Sehenswürdigkeiten im Park sind das ins Wasser gebaute Marmorschiff, von dem man den riesigen Kunming-See bewundern kann, und die beeindrucken Gaoliang- und Siebzehn-Bogen-Brücken. Der Alte Sommerpalast bietet allein mehr zu sehen als manche andere Metropole.
Der Zentrale Fernsehturm Peking ist das höchste Gebäude Pekings und bietet seinen Besuchern bei gutem Wetter einen hervorragend Ausblick über Peking und Umgebung. Auch die Große Mauer kann man aus mehr als 200 Meter Höhe entdecken.
Die Central Chinese Televison Headquarters werden dem chinesischen Staatsfernsehen als Sendezentrale dienen. Das erst 2008 fertig gestellte Gebäude besteht aus zwei schiefen Türmen, die sich diagonal gegenüberstehen, in L-Form zur Mitte abknicken und sich treffen
Ein großer Teil des zweitgrößten Bürogebäudes der Welt nach dem Pentagon hängt demnach in der Luft und wird nur durch komplexe Stahlgeflechte gestützt.
Das Alte Observatorium ist ein großer Komplex, der einen malerischen Garten, ein interessantes Museum zur Geschichte der Astronomie und acht astronomische Instrumente aus der Ming-Zeit umfasst. Diese stehen auf einer 10 Meter hohen Plattform im Zentrum des Gartens, die bereits 1442 konstruiert wurde.
Der Nordmeer-Park ist rund 700.000 m² groß und liegt nordwestlich der Verbotenen Stadt. Ein riesiger See bedeckt mehr als die Hälfte seiner Fläche und endlose, teilweise verwilderte Grünflächen erstrecken sich zwischen den alten Pavillons. Der Tempel der Weißen Pagode ist mit einer Höhe von 40 Metern das bedeutendste Gebäude im Nordmeer-Park. Daneben findet man hier die Neun-Drachen-Wand, die auf sechs Meter Höhe und 25 Meter Länge neun große Drachenreliefs und insgesamt 635 Drachen dar.
Das Denkmal für die Helden des Volkes ist ein imposanter Obelisk mit einer Höhe von etwa 38 Metern auf einer Fläche von 3.000 m². Das Monument wiegt über 10.000 Tonnen und wurde aus 17.000 Marmor- und Granitblöcken erbaut. Am Sockel befinden sich acht große Reliefs, die Szenen aus dem ersten Opiumkrieg 1839 -1842 zeigen.
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Lamatempel
Konfuziustempel
Marco-Polo-Brücke, 1192
Kaisergräber der Ming-Dynastie
Große Mauer
Wudang-Tempel