Auch vor den Toren Pekings warten interessante Bauwerke darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Die chinesische Kultur zeigt sich in einzigartigen Tempelanlagen und unumstritten gilt die Chinesische Mauer als das Vorzeigeobjekt von chinesischer Baukunst. Erleben Sie Pekings Umland und tauchen Sie ein in eine uralte Geschichte!
Die Chinesische Mauer oder "10.000 Li lange Mauer" ist das wohl bekannteste Bauwerk der ganzen Welt. Ein Li entspricht etwa 575,5 m, die Zahl 10.000 steht im Chinesischen für die Unendlichkeit. Die Mauer zählt seit 2008 zu den "7 Neuen Weltwundern". Die historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte, hat eine Gesamtlänge von knapp 6.400 Kilometern und ist hinsichtlich Volumen und Masse das größte Bauwerk der Welt. Die Mauer besteht jedoch aus einem System mehrerer teilweise auch nicht miteinander verbundener Abschnitte, die unterschiedlich alt sind. 1987 wurde sie von der UNESCO zum Welterbe ernannt. Heutzutage wird die Mauer durch staatliche Gelder finanziert, vor allem der Mauerabschnitt rund 70 km von Peking entfernt.
Erste mauerartige Grenzbefestigungen entstanden wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. in der Zeit der Streitenden Reiche. Sie waren als Schutz gegen die sich untereinander befehdenden Chinesen gedacht und wurden aus festgeklopftem Lehm, der zur besseren Haltbarkeit mit Stroh- und Reisigschichten vermischt wurde, gefertigt. Im Jahr 214 v. Chr. ließ der erste chinesische Kaiser, Qin Shihuangdi, Schutzwälle errichten, die das chinesische Kaiserreich, nach der Expansion über den Gelben Fluss, gegen die Völker aus dem Norden schützen sollte. Im Gegensatz zu den schon vorhandenen alten Mauerresten wurde die Mauer nicht in den Tälern, sondern unterhalb der Kammlinie der Gebirge an den Nordabhängen errichtet. Sie bestand größtenteils aus aufeinander geschichteten Natursteinplatten. Seitdem wurde die Mauer immer wieder ausgebaut, die heute bekannte Form erhielt sie in der Zeit der Ming-Dynastie,
Die Maße der Mauer sind unterschiedlich. Im Gebiet von Peking sind vier bis acht m Breite und eine Höhe von ungefähr acht Metern üblich. Im Abstand von einigen hundert Metern wurden ungefähr 12 m hohe Türme errichtet, die als Waffenlager und Signaltürme dienten. Schätzungsweise 25.000 solcher Türme waren in der Mauer integriert waren, 15.000 weitere Signaltürme sollten die Kommunikation mit der Hauptstadt sichern. Reste von Signaltürmen wurden noch bei Kaschgar gefunden, der alten Handelsstadt in Chinas äußerstem Westen.
Ca. 50 Kilometer von Peking entfernt, am Fuße des Tianshou-Berges, befinden sich die Gräber von dreizehn chinesischen Kaisern aus der Ming-Dynastie (1368-1644). Der Weg dorthin ist malerisch: Prächtigen Bäume sowie Löwen, Kamele, Pferde und Elefanten aus Marmor begleiten einen auf dem Weg zu den Gräbern. Zu den beliebtesten Besichtigungspunkten gehört das Grab des 13. Ming Kaisers. Es wurde 1584 begonnen und sechs Jahre später fertig gestellt. In der Nähe findet man auch einen Teil der Chinesischen Mauer.
In der Nachfolge eines Tempels aus der Tang-Zeit liegt hier am Fuße eines Hügels eine Anlage, nur wenige Kilometer nordwestlich von Peking. Sie gedenkt dem Tod des historischen Buddhas. Hinter dem großen Ehrentor stehen der Trommelturm und der Glockenturm im ersten Innenhof, an dessen Ende zwei große Wächterfiguren die erste Halle dominieren. Die erste Haupthalle schmücken drei Buddhafiguren: Sakyamuni, der historische Buddha, rechts der Medizinbuddha und in der Mitte, Amitabha, der Buddha des unermeßlichen Glanzes. Die Seitenwände werden von den 18 Schülern des Buddhas geziert. Von dieser einstigen Haupthalle gelangt man in eine weitere Halle. Dort liegt aus einer hohen Plattform die 5,30 Meter lange Kupferfigur, der der Tempel seinen Namen verdankt.
Einige Kilometer südlich des Xiangshan-Parks liegen an einem steileren Hügel insgesamt acht Tempel. In einem rund 5 km langen Spaziergang mit teilweise starken Steigungen kann man sieben der Kleinodien in schöner landschaftlicher Lage besuchen.
Dieser Felsen sieht von weitem aus wie ein brüllender Löwe. Der Legende nach soll hier im 7. Jh. der Einsiedler Lu Shi gewohnt haben, der zwei Löwen als Schüler gehabt haben soll.
Im Jahr 963 wurde eine erste Pagode errichtet, 1071 dazu eine große achteckige Steinpagode, deren Fundamente noch bis heute erhalten sind. In ihr soll ein Zahn Buddhas aufbewahrt worden sein. Inzwischen dominiert eine 13stöckige Pagode aus dem Jahr 1956.
Ein kleines Kloster mit einer berühmten reliefartigen Steinplatte namens Wolken- und Wasserstein. Diese stellt eine Landschaft mit Tieren und Menschen dar.
Die größte Anlage am Hang hat einen großen Trommelturm und Glockenturm, beide zusammen begrüßen die Besucher der Halle, die der Aufbewahrung von Schriften diente.
Hier berichtet eine Steinstele über die Barmherzigkeit des Buddhas. Beeindruckende Felsen zieren den Tempel, die eine zwei Meter hohe Glocke aus der Ming-Dynastie beherbergt.
Ein Tempel, der ursprünglich aus der Ming-Dynastie stammt. Im hinteren Hof stehen zwei Ginkgo-Bäume, die über 800 Jahre alt sein sollen.
Die Höhle verdankt ihren Namen den Stein am Eingang, der einer Perle ähnelt. In der Höhle lebte in der Qing-Zeit der Mönch Hai Xiu. Heute steht ein Abbild von ihm als Statue dort.
In der auch Kloster der Drachenquelle genannten Anlage findet man im zweiten Hof eine kleine Quelle, die den Teich im ersten Hof speiste. In der ersten Halle steht die Figur des Drachenkönigs.
Peking ist auch der ideale Ausgangspunkt für weiter entfernte Ziele, wie etwa Kathmandu in Nepal oder Lhasa in Tibet.